Suchaktion in Unterberg

Am Sonntag den 07.11.2010 wurden am Abend um ca. 19.30 Uhr die Feuerwehren Glanhofen (zuständige Ortsfeuerwehr) und Ossiach (Hinweißfeuerwehr für diesen Ortsteil) zu einer Suchaktion alarmiert.

 

Beim Eintreffen fanden wir folgende Lage vor:

vermisste Person:

männlich, 82 Jahre Alt, stark geh- und hörbehindert, seit ca. 15.00 Uhr abgängig

Wetter:

einsetzender Regen, der die Dunkelheit noch verstärkt.

alarmierte Kräfte:

Polizei (=Einsatzleiter und hat die Alarmierung der weiteren Kräfte veranlasst)

Feuerwehr, Bergrettung, Rettungshundestaffel, Hubschrauber des BMI mit Wärmebildkamera.

 

Aus den Einsatzleitern der einzelnen Organisationen wird gemeinsam eine Einsatzleitung (EL) unter Führung der Polizei in einem nahegelegenen Schuppen eingerichtet.

 

Diese EL steckt das Suchgebiet ab und stellt gemischte Trupps aus den jeweiligen Organisationen zusammen (ortskundige Feuerwehrmänner mit Hundeführern und Bergrettern mit GPS-Geräten).

Wobei sich das Suchgebiet westlich bis zur Moosstraße, nördlich bis zur Tiebel, östlich bis Prägrad und südlich bis zur natürlichen Barriere der Unwegsamkeit des Geländes (Ossiacher Tauern) erstreckte. Eine Polizeistreife fährt aber auch über Glanhofen bis St. Nikolai und ein gemischter Trupp sucht den Waldweg von Prägrad bis Glanhofen ab.

 

Da der Hubschrauber aufgrund der Witterung seinen Einsatz gegen 20.00 Uhr beenden musste, wurden Kameraden der FF-Feldkirchen mit der Handwärmebildkamera nachalarmiert.

 

Die Suche wurde trotz stömenden Regens bis Mitternacht fortgeführt, dann aber auf den nächsten Morgen mit Treffpunkt 07.00 Uhr verlegt.

 

Montag:

Die Suche geht mit etwas verminderter Mannschaft, aber in der selben Aufstellung weiter. Alle sind mit etwas mulmigen Gefühlen unerwegs, da mit dem schlimsten zu rechnen ist.

Da der Einsatzleitung von allen befragten Personen immer wieder der eingeschränkte Aktionsradius der vermissten Person geschildert wird, konzentriert sich die Suche nach wie vor auf den näheren Umkreis des Wohnhauses (ca. 2 km Radius).

 

Gegen 09.30 Uhr geht bei der EL ein Anruf eines Gemeindebediensteten der GDE Ossiach ein, dass die gesuchte Person im Bereich Rappitsch am Ausläufer eines Waldweges völlig durchnässt aber sonst scheinbar gesund, aufgefunden wurde.

 

Sofort wird das Rote Kreuz und der Notarzt alarmiert und erleichtert die Suchtrupps zur EL zurückbeordert. Der Pensonist wird von den GDE-Bediensteten ebenfalls zur EL gebracht und von Mitgliedern derBergrettung erstversorgt. Nach eintreffen des Notarztes und einer ersten Untersuchung bestätigt sich der Eindruck, dass der alte Mann den "Ausflug" gut überstanden hat. Er dürfte die ganze Nacht durchgewandert sein!

 

Auf jeden Fall waren alle erleichtert über den positiven Ausgang und nach einer Abschlussbesprechung konnten alle Einsatzorganisationen wieder einrücken.

Organisation Sonntag Montag
Polzei 7 Mann 4 Mann
Hubschrauber 3 Mann

Alpine Einsatzgruppe

(Polizei)


6 Mann

FF-Glanhofen

25 Mann 5 Mann

FF-Ossiach

25 Mann 10 Mann

FF-Feldkirchen

2 Mann  

Bergrettung

35 Mann + 5 Hunde 10 Mann + 2 Hunde

Rettungshundebrigade

15 Mann + 10 Hunde 8 Mann + 5 Hunde

Rotes Kreuz

  3 Mann

Freiwillige Helfer

2 Mann 1 Mann
Summe

116 Mann +

15 Hunde

     48 Mann +

       7 Hunde

Weitere Fotos von diesem einsatz findenSie auf folgendem Link:

http://www.fepress.com/DE/erfolgreiche_suchaktion_in_unterberg_1.html